Globale Marken möglicherweise in den Koltanhandel mit M23-Rebellen verwickelt

Eine aktuelle Untersuchung von Global Witness legt nahe, dass mehrere weltweit bekannte Marken, darunter Amazon, Ericsson und Sony, möglicherweise unwissentlich Koltan aus Lieferketten beziehen, die von der M23-Miliz in der Demokratischen Republik Kongo kontrolliert werden. Diese Miliz ist für zahlreiche schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich, darunter sexuelle Gewalt, Hinrichtungen und Folter.

Die Untersuchung zeigt auf, wie komplexe globale Lieferketten in der Technologiebranche es diesen Unternehmen ermöglichen könnten, in Verbindung mit einer Gruppe zu stehen, die für gravierende Vergehen gegen die Menschlichkeit verantwortlich ist. Trotz der Bemühungen um Transparenz und verantwortungsvolle Beschaffung ist es anscheinend schwierig, genau nachzuvollziehen, woher die Rohstoffe stammen.

Die M23-Rebellen haben während der letzten Jahre in der Region für Unsicherheit gesorgt und die lokale Bevölkerung erheblich belastet. Die Ergebnisse der Untersuchung werfen nicht nur Fragen zur Unternehmensverantwortung auf, sondern auch zur Notwendigkeit, den Abbau und Handel von Mineralien in Konfliktgebieten strenger zu regulieren.

Quellen: The Guardian, Global Witness