Ausschreitungen in Nordirland: Polizei setzt Wasserwerfer ein

In Nordirland ist es in der Nacht zu erneuten gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um eine Menge von etwa 300 Personen zu zerstreuen, die Ziegelsteine warf und einen Lkw in Brand setzte. Die Ausschreitungen fanden in der Nähe des Sandyknowes-Kreuzungsbereichs, etwa acht Meilen nördlich von Belfast, statt. Die Demonstrierenden hatten offenbar Pläne, ein Hotel anzugreifen, in dem Migranten untergebracht sind.

Die Unruhen wurden durch einen brutalen Messerangriff in Belfast ausgelöst, der eine Welle von Protesten und Gewalttaten nach sich zog. Angehörige des Opfers äußerten sich entsetzt über die Situation und die Gewalt, die sich in ihrer Gemeinde entfaltet hat. Auch Bus- und Bahnverbindungen wurden aufgrund der Ausschreitungen vorzeitig eingestellt, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten.

Die britischen Behörden haben den Verdacht, dass weitreichende sozialen Medien und rechtsextreme Aktivisten zur Eskalation der Gewalt beigetragen haben. Die Medienaufsicht Ofcom hat bereits gewarnt, dass rechtliche Konsequenzen für Online-Plattformen drohen, wenn diese zur Gewaltanreizung genutzt werden.

Quellen: RTE News, ZEIT Online