Die israelischen Besatzungsbehörden haben am Dienstag zwei palästinensische Brüder gezwungen, ihre eigenen Häuser im Stadtteil Silwan, südlich der Al-Aqsa-Moschee in Ost-Jerusalem, abzureißen. Laut einer Pressemitteilung des Jerusalemer Gouverneurs mussten die Brüder Nader und Hatem Baydoun ihre Häuser im Al-Bustan-Gebiet des Viertels selbst zerstören.
Die beiden Häuser, die eine Fläche von etwa 120 Quadratmetern bedeckten, wurden ohne Vorwarnung oder rechtliche Grundlage abgerissen. Dies ist Teil einer langjährigen Politik Israels, palästinensische Häuser in Ost-Jerusalem zu zerstören, um Platz für israelische Siedlungen zu schaffen.
Internationale Kritik
Die Zwangsräumungen und Abrisse palästinensischer Häuser in Ost-Jerusalem haben international scharfe Kritik hervorgerufen. Menschenrechtsorganisationen beschuldigen Israel, mit solchen Maßnahmen systematisch die palästinensische Bevölkerung aus der Stadt zu vertreiben und damit gegen internationales Recht zu verstoßen.
Die Brüder Baydoun haben angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Zwangsräumung einzuleiten, doch Experten zufolge haben palästinensische Familien in solchen Fällen kaum Aussicht auf Erfolg vor israelischen Gerichten.
Quellen: Middle East Monitor