Keiko Fujimori führt knapp im Präsidentschaftswahlkampf in Peru

In einem packenden Finale des peruanischen Präsidentschaftswahlkampfs hat die konservative Politikerin Keiko Fujimori erneut die Führung übernommen. Nach Auszählung von 98,2 % der Stimmen liegt sie mit einem Vorsprung von nur 561 Stimmen vor ihrem Rivalen Roberto Sánchez Palomino, dem Kandidaten der Linken. Die Wahl ist damit eines der knappsten Rennen in der jüngeren Geschichte des Landes.

Fujimori erhielt insgesamt 9.032.632 Stimmen, was einem Anteil von 50,002 % entspricht, während Sánchez Palomino auf 49,999 % kommt. Die entscheidende Wende kam mit den Stimmen der im Ausland lebenden Peruaner, die das ohnehin enge Rennen weiter verschärften. Insgesamt sind rund 27 Millionen Peruaner wahlberechtigt, was die geringe Stimmenzahl, die die beiden Kandidaten trennt, umso bemerkenswerter macht.

Der Ausgang dieser Wahl ist von erheblicher Bedeutung für die politische Landschaft Perus. Die Kandidaten vertreten grundlegend unterschiedliche politische Richtungen, wobei Fujimori für eine konservative Politik steht, während Sánchez Palomino linke Reformen anstrebt. Die Wahlkommission des Landes arbeitet weiterhin an der vollständigen Auszählung der Stimmen und wird voraussichtlich in Kürze das endgültige Ergebnis bekanntgeben.

Quellen: Agência Brasil, Mercopress, Rio Times Online