Thüringen wehrt sich gegen AfD-Vorstoß zur Schulpflicht

Die Thüringer Landesregierung hat am Freitag formal Widerstand gegen die Bestrebungen der AfD angekündigt, die Schulpflicht abzuschaffen. Die rechtspopulistische Partei, die seit Monaten mit dieser Forderung provoziert, stößt auf entschiedenen Widerstand aus der Landesregierung. Bildungsministerin Anja Siegesmund betonte, dass die Schulpflicht ein fundamentales Recht sei, das nicht in Frage gestellt werden dürfe.

Die AfD hatte in den vergangenen Wochen immer wieder gefordert, den Eltern die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten. Dies stößt auf große Bedenken, nicht nur in Thüringen, sondern auch in anderen Bundesländern, die sich möglicherweise ebenfalls gegen diesen Vorstoß positionieren könnten. Thüringen sucht daher aktiv nach Mitstreitern, um eine breitere Allianz gegen diese Pläne zu bilden.

In der Debatte um die Schulpflicht wird auch auf die Bedeutung einer guten Bildung für die gesellschaftliche Teilhabe hingewiesen. Experten warnen davor, dass ein flächendeckender Heimunterricht die Chancengleichheit der Kinder gefährden könnte. Die Landesregierung plant, in den kommenden Wochen weitere Gespräche mit anderen Bundesländern zu führen, um eine gemeinsame Front gegen die AfD-Politik zu bilden.

Quellen: Spiegel Online