USA und Venezuela: Interimsregierung kooperiert eng mit Trump

Die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez hat sich eng an die US-Regierung unter Donald Trump angelehnt und dabei die Sanktionen gegen sich selbst aufgehoben. Wie die FAZ berichtet, wurde Rodríguez von der amerikanischen Sanktionsliste gestrichen, nachdem sie den Ölsektor für ausländische Investitionen geöffnet hat.

Dieser Schritt hat jedoch keine Fortschritte bei der Demokratisierung Venezuelas gebracht. Rodríguez, die nach der Festnahme von Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte im Januar 2026 an die Macht kam, hat bisher keine Wahlen angekündigt oder die repressive Sicherheitsstruktur des Maduro-Regimes abgebaut.

Kritiker sehen in der engen Zusammenarbeit mit den USA eine Fortsetzung der autoritären Praktiken, nur unter einem anderen Deckmantel. Die Bevölkerung wartet weiterhin auf die versprochenen demokratischen Veränderungen.

Experten warnen, dass Venezuela ohne freie Wahlen und eine echte politische Teilhabe weiterhin instabil bleiben wird. Die Öffnung des Ölsektors allein reicht nicht aus, um die tiefgreifenden politischen und sozialen Probleme des Landes zu lösen.

Quellen: FAZ Online, Rio Times Online