Vor der Küste Italiens hat sich erneut eine Tragödie im Mittelmeer ereignet. Ein Frachter konnte 32 Migranten aus dem Wasser retten, doch zwei Menschen kamen bei dem Schiffsunglück ums Leben. Nach Angaben von Rettungskräften werden derzeit 71 weitere Personen vermisst.
Das Unglück ereignete sich, als ein überladener Migrantenboot aus Libyen in Seenot geriet und kenterte. Die Zahl der Toten auf der gefährlichen Mittelmeerroute steigt damit weiter an. Allein in diesem Jahr sind bereits hunderte Menschen bei dem Versuch, Europa zu erreichen, ums Leben gekommen.
Alarmierende Zahlen im Mittelmeer
Die Nichtregierungsorganisationen Mediterranea Saving Humans und Sea-Watch bestätigten den Vorfall und warnten vor einer weiteren Eskalation der humanitären Krise. Die Rettungskapazitäten vor Ort seien unzureichend, um die zahlreichen Boote in Not zu erreichen. Die italienischen Behörden haben die Suche nach den Vermissten fortgesetzt, doch die Hoffnung, weitere Überlebende zu finden, schwindet.
Die tragischen Ereignisse verdeutlichen erneut die Risiken, die Migranten auf ihrer Flucht vor Krieg, Armut und Verfolgung eingehen. Die EU-Staaten stehen unter Druck, eine gemeinsame Lösung für die anhaltende Migrationskrise zu finden.
Quellen: Spiegel Online, Euronews