Starbucks Südkorea sieht sich nach der Umsetzung einer unglücklichen Werbeaktion mit erheblichem Gegenwind konfrontiert. Anlässlich des Jahrestages eines militärischen Massakers hatte die Kaffeekette eine Marketingaktion mit dem Titel „Tank Day“ gestartet, die als respektlos empfunden wurde. In Reaktion auf die öffentliche Empörung hat das Unternehmen entschieden, alle Filialen landesweit vorübergehend zu schließen.
Die Schließungen sind Teil einer Initiative, die darauf abzielt, die Angestellten über die historischen Ereignisse und deren Bedeutung für die Gesellschaft aufzuklären. Die Schulung wird als notwendig erachtet, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter die Sensibilität und den Respekt gegenüber den historischen Kontexten verstehen, die die koreanische Gesellschaft prägen.
Die Entscheidung von Starbucks wird sowohl positiv als auch negativ aufgenommen. Während einige die Maßnahme als Schritt in die richtige Richtung loben, kritisieren andere die Notwendigkeit einer solchen Schulung und stellen die Authentizität der Beweggründe in Frage.
Die Kaffeekette hat sich öffentlich für die unglückliche Werbeaktion entschuldigt und betont, dass sie die kulturellen und historischen Wurzeln des Landes respektieren möchte. Starbucks Südkorea hat angekündigt, dass die Schulungen in den kommenden Wochen stattfinden werden, und hofft, dass die Filialen bald wieder öffnen können.
Quellen: BBC News, Spiegel Online