Die ecuadorianische Regierung hat in zehn der 24 Provinzen des Landes einen 60-tägigen Notstand ausgerufen, nachdem die Mordraten dramatisch angestiegen sind. Laut offiziellen Angaben wurden in den betroffenen Regionen in den ersten Monaten dieses Jahres fast 900 Morde registriert. Um der Gewalt Herr zu werden, hat Präsident Guillermo Lasso den Sicherheitskräften erweiterte Befugnisse erteilt, die es ihnen ermöglichen, ohne richterliche Anordnung Hausdurchsuchungen durchzuführen.
Diese Maßnahme soll die Kontrolle über kriminelle Aktivitäten, die hauptsächlich von Drogenkartellen ausgehen, verstärken. Der Ausnahmezustand ist eine Reaktion auf die zunehmende Unsicherheit und die anhaltende Gewalt, die das tägliche Leben in vielen Teilen Ecuadors gefährdet. Die Regierung hofft, durch das harte Durchgreifen die Sicherheit in den betroffenen Gebieten wiederherzustellen.
Die Entscheidung folgt dem Scheitern eines ähnlichen Sicherheitsplans, der sich an El Salvadors Vorgehen gegen Banden orientierte und ebenfalls auf den Einsatz des Militärs setzte. Trotz der Bemühungen, die Sicherheit in Ecuador zu verbessern, bleibt die Situation angespannt.
Quellen: Rio Times Online