Taiwans Oppositionsführer besucht China und ruft zur Versöhnung auf

Cheng Li-wun, der Vorsitzende der taiwanesischen Kuomintang-Partei (KMT), hat einen historischen Besuch in China absolviert. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass ein Oppositionsführer aus Taiwan die Volksrepublik besucht. Cheng betonte während seines Aufenthalts die Notwendigkeit einer Versöhnung zwischen beiden Seiten.

Der KMT-Chef hofft auf ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, um direkte Gespräche über die Zukunft der Beziehungen zu führen. Die Kuomintang, die für eine engere Zusammenarbeit mit China eintritt, sieht in diesem Besuch eine Chance, die Spannungen zwischen Peking und Taipeh zu verringern.

Die Beziehung zwischen China und Taiwan bleibt seit Jahrzehnten angespannt. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, während viele Taiwanesen eine unabhängige Identität und mehr Autonomie anstreben. Chengs Besuch könnte jedoch ein Schritt in Richtung Dialog sein, auch wenn die regierende Demokratische Fortschrittspartei (DPP) in Taiwan eine skeptische Haltung gegenüber Pekings Absichten einnimmt.

Quellen: Al Jazeera English