Thüringer SPD-Ministerin kritisiert Pflegereform

Die Thüringer SPD-Gesundheitsministerin Heike Schenk hat sich gegen die aktuellen Reformpläne zur Pflegekostenbeteiligung von Kindern ausgesprochen. Die Reform sieht vor, die Jahresbruttogrenze zu streichen, was bedeuten würde, dass Kinder stärker an den Heimkosten ihrer pflegebedürftigen Eltern beteiligt werden. Schenk betonte, dass diese Regelung für viele Familien eine große finanzielle Belastung darstellen würde und forderte stattdessen eine gerechtere Verteilung der Kosten.

Sie verwies darauf, dass die Verantwortung für die Pflege nicht allein bei den Kindern liegen dürfe, da viele von ihnen ohnehin mit eigenen finanziellen Herausforderungen konfrontiert seien. Der Vorschlag, die Bruttogrenze zu streichen, könnte zu einer untragbaren Situation für viele Thüringer Familien führen, die bereits jetzt schon mit den Herausforderungen der Pflege konfrontiert sind.

Die Ministerin appellierte an die Bundesregierung, die Reformpläne zu überdenken und stattdessen Lösungen zu finden, die sowohl die pflegebedürftigen Menschen als auch deren Angehörige entlasten.

Quellen: MDR – Deutschland