Die kubanische Regierung hat am Donnerstag fast 200 weitreichende Wirtschaftsreformen genehmigt, die darauf abzielen, die kommunistische Insel vor einer drohenden wirtschaftlichen Katastrophe zu retten. Diese Reformen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Kuba unter dem Druck eines US-Ölembargos leidet und eine tiefe Wirtschafts- und Versorgungskrise durchlebt.
Unter den neuen Maßnahmen, die während einer Sitzung des kubanischen Parlaments beschlossen wurden, ist die Erlaubnis zur Gründung von privaten Restaurantketten und anderen Gastronomiebetrieben durch ausländische Investoren. Dies stellt einen signifikanten Schritt in der Öffnung der kubanischen Wirtschaft dar, die traditionell stark zentralisiert und staatsgeführt war.
Premierminister Manuel Marrero betonte, dass diese Erleichterungen notwendig seien, um den wirtschaftlichen Druck zu mindern und den Lebensstandard der Bevölkerung zu verbessern. In den letzten Jahren hat sich die Situation in Kuba aufgrund von anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und internationalen Sanktionen weiter verschärft.
Die Reformen sind Teil eines Notfallpakets, das die Kommunistische Partei Kubas genehmigt hat, um die Wirtschaft zu revitalisieren und die Lebensbedingungen der Bürger zu verbessern. Experten sehen dies als einen Wendepunkt für Kuba, das sich in einem historischen Transformationsprozess befindet.
Quellen: CBS News, ZEIT Online, Al Jazeera English