Überlebende des Völkermords in Ruanda fordern Griffith University auf, sich von Journalistin zu distanzieren

Überlebende des Völkermords gegen die Tutsi aus Ruanda und der Diaspora haben sich in einem Schreiben an die Griffith University in Australien gewandt. Sie fordern die Universität auf, ihre Verbindungen zur kanadischen Journalistin Judi Rever zu kappen. Rever ist bekannt dafür, dass sie durch ihre Berichterstattung und Bücher die Geschehnisse des Völkermords von 1994 relativiert und verzerrt.

Die Organisationen betonen, dass solche Narrative nicht nur die Erinnerung an die Opfer gefährden, sondern auch die Bemühungen um Versöhnung und Gerechtigkeit untergraben. Der Völkermord, bei dem über 800.000 Menschen ermordet wurden, darf nicht in Frage gestellt werden, und die Stimmen der Überlebenden müssen respektiert und gehört werden.

Die Aufrufe an die Griffith University fallen in einen sensiblen Kontext, in dem Wissenschaft und Forschung oft mit den politischen und historischen Wahrheiten eines Landes konfrontiert werden. Die Überlebenden hoffen, dass die Universität ihrer Forderung nachkommt, um die Würde der Opfer zu wahren und den Schaden zu verhindern, der durch die Verbreitung von Falschinformationen entstehen kann.

Quellen: AllAfrica