Proteste in Lima: Sánchez fordert Annullierung der Präsidentschaftswahlen

Die politische Lage in Peru spitzt sich weiter zu, nachdem der linke Präsidentschaftskandidat Roberto Sánchez am Freitag zu großen Protesten in der Hauptstadt Lima aufgerufen hat. Sánchez, der nur knapp hinter der konservativen Politikerin Keiko Fujimori liegt, fordert die Annullierung der Wahlergebnisse. Die jüngste Auszählung zeigt, dass Fujimori mit etwa 44.101 Stimmen Vorsprung führt, jedoch sind noch nicht alle Stimmen ausgezählt.

Die Proteste, die Sánchez als Verteidigung der demokratischen Abstimmung bezeichnet, ziehen tausende Unterstützer an. Die Straßen von Lima sind voller Demonstranten, die Transparente schwenken und gegen die vorläufigen Ergebnisse protestieren. Sánchez‘ Partei hat rechtliche Schritte eingeleitet, um die Wahl anzufechten und wartet auf eine Entscheidung der Wahlbehörde.

Keiko Fujimori, die Tochter des ehemaligen peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori, gilt als rechtsgerichtete Kandidatin und hat bereits in der Vergangenheit bei Wahlen kandidiert. Die aktuellen Proteste werfen einen Schatten auf die politische Stabilität in Peru, einem Land, das in den letzten Jahren durch Korruptionsskandale und politische Krisen erschüttert wurde.

Quellen: El País – Americas, Rio Times Online, Mercopress