Kenianische Somalis kämpfen um ihre Staatsbürgerschaft

In Garissa, Kenia, kämpfen zahlreiche somalischstämmige Kenianer um die Anerkennung ihrer Staatsbürgerschaft. Viele wurden als Kinder in den 1990er und 2000er Jahren fälschlicherweise als Flüchtlinge registriert, als ihre Familien vor dem Bürgerkrieg in Somalia flohen. Obwohl sie in Kenia geboren und aufgewachsen sind, werden sie bis heute als Flüchtlinge behandelt.

Amina Saida, die mit zwei Jahren ins Dadaab-Flüchtlingslager kam, ist eine von Tausenden Betroffenen. Trotz Geburtsurkunden und Schulbesuch in Kenia wird ihr die kenianische Staatsbürgerschaft verweigert. „Ich kenne kein anderes Zuhause als Kenia“, sagt die heute 22-Jährige. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Bürokratie viele somalischstämmige Kenianer systematisch diskriminiere.

Das Problem betrifft besonders die nordöstlichen Regionen Kenias, wo viele somalischstämmige Gemeinden leben. Lokale Aktivisten fordern eine Reform des Registrierungssystems und die automatische Anerkennung der Staatsbürgerschaft für in Kenia geborene Kinder somalischer Abstammung.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya