Konservative Wende in Kolumbien: Abelardo de la Espriella gewinnt Präsidentschaftswahl

Kolumbien hat mit der Wahl von Abelardo de la Espriella einen neuen Kurs eingeschlagen. Der 47-jährige Hardliner und Millionär wurde zum Präsidenten gewählt, nur vier Jahre nachdem Gustavo Petro als erster linksgerichteter Präsident in der Geschichte des Landes an die Macht kam. De la Espriella erhielt starke Unterstützung von rechtsgerichteten Kräften in den USA und verspricht eine Rückkehr zu wirtschaftsfreundlichen und pro-amerikanischen Politiken.

Die Wahl war äußerst knapp, da de la Espriella mit weniger als einem Prozent Vorsprung gegen Iván Cepeda gewann. Diese knappe Entscheidung zeigt, wie gespalten das Land in politischen Fragen weiterhin ist. Während seine Unterstützer auf die Wiederherstellung von Ordnung und wirtschaftlichem Wachstum hoffen, befürchten Kritiker, dass seine Regierung die sozialen Errungenschaften der letzten Jahre rückgängig machen könnte.

Der neue Präsident steht vor der Herausforderung, seine politischen Vorstellungen in einem Land umzusetzen, das sich möglicherweise in vielerlei Hinsicht gegen seine Pläne sträuben wird. Besonders im Fokus seiner Politik stehen Sicherheitsfragen und eine striktere Handhabung von Recht und Ordnung, was von vielen als Rückkehr zu einem autoritäreren Regierungsstil gesehen wird.

Quellen: France 24 – Americas, BBC Mundo, Buenos Aires Times, FAZ Online