Die Prosperity Party, angeführt von Premierminister Abiy Ahmed, hat bei den jüngsten legislativen Wahlen in Äthiopien einen bemerkenswerten Sieg errungen, indem sie nahezu 90 Prozent der Sitze gewonnen hat. Dies markiert einen weiteren Schritt in Abiy Ahmads Amtszeit, die seit 2018 andauert. Trotz dieser Wahlergebnisse sieht sich die Regierung zunehmender Kritik wegen ihrer autoritären Tendenzen gegenüber.
Besonders besorgniserregend ist die Situation in der Region Tigray, die sich noch von dem verheerenden Konflikt zwischen 2020 und 2022 erholt, bei dem schätzungsweise 600.000 Menschen ihr Leben verloren haben. In dieser Region fanden keine Wahlen statt, was die Spannungen zwischen den lokalen und der föderalen Regierung weiter anheizt.
Die Wahlen wurden zudem von Berichten begleitet, die auf wachsende Bedenken hinsichtlich der politischen Repression in Äthiopien hinweisen. Menschenrechtsorganisationen und internationale Beobachter haben die Regierung aufgefordert, die politischen Freiheiten zu respektieren und den Dialog mit den verschiedenen ethnischen Gruppen im Land zu suchen.
Quellen: France 24, The Guardian