In Kolumbien hat der linke Präsidentschaftskandidat Iván Cepeda seine Niederlage in der Stichwahl gegen den rechtsgerichteten Kandidaten Abelardo de la Espriella eingeräumt. In einer Pressekonferenz am Mittwoch erklärte Cepeda, dass er die Ergebnisse der jüngsten Wahl akzeptiere, obwohl er den Wahlkampf als ’schmutzig‘ bezeichnete. Die offizielle Zählung bestätigte einen geringen Unterschied zu den vorläufigen Ergebnissen, die bereits am Sonntag bekannt gegeben wurden.
Die Wahl war von einem intensiven politischen Klima geprägt, in dem Cepeda sich von dem scheidenden Präsidenten Gustavo Petro distanzierte. Petro hatte die Wahl der Ultrarechten in Frage gestellt. Trotz der Niederlage betonte Cepeda, dass er die demokratischen Prozesse respektiere und sich weiterhin für die Belange seiner Wähler einsetzen werde.
Abelardo de la Espriella, der von Donald Trump unterstützt wurde, wird nun das Amt des Präsidenten übernehmen. Der Wahlkampf war von starken Meinungsverschiedenheiten zwischen den politischen Lagern geprägt, insbesondere in Bezug auf Wirtschaftspolitik und Menschenrechte.
Quellen: ZEIT Online, France 24, El País, Colombia Reports