Libyens Regierung verbietet Einreise für Bürger aus vier Ländern

Die libysche Regierung im Osten des Landes hat ein neues Dekret erlassen, das die Einreise von Bürgern aus vier afrikanischen Ländern verbietet. Betroffen sind Staatsangehörige aus Sudan, Eritrea, Äthiopien und Somalia. Dieses Verbot gilt für alle Land-, See- und Luftgrenzen Libyens und wurde als Maßnahmen zur Kontrolle der Migration und zur Stärkung der nationalen Sicherheit angekündigt.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Libyen zunehmend in die Schlagzeilen gerät aufgrund von Berichten über Gewalt gegen Migranten. Menschenrechtsorganisationen haben die libyschen Behörden beschuldigt, immer gewalttätiger gegenüber Migranten vorzugehen, was die ohnehin angespannte humanitäre Situation im Land weiter verschärft. Die EU steht ebenfalls in der Kritik, da sie mit Libyen kooperiert, während diese Menschenrechtsverletzungen stattfinden.

Die libysche Ostregierung hat nicht angegeben, welche Kriterien zur Festlegung des Einreiseverbots geführt haben. Experten befürchten, dass diese Maßnahme die ohnehin schon schwierige Lage für viele Flüchtlinge und Migranten in Libyen weiter verschlechtern wird.

Quellen: Africanews, France 24