Der Informationskommissar Kroatiens hat in einer aktuellen Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die Zahl der Beschwerden über so genannte ‚administrative Stille‘ in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. Bürgerinnen und Bürger beklagen, dass ihre Anfragen an öffentliche Institutionen oft unbeantwortet bleiben, was zu einem Vertrauensverlust in die Verwaltung führt.
Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass 215 öffentliche Behörden seit Jahren keine Berichte über die Umsetzung des Informationszugangsgesetzes eingereicht haben. Dieses Gesetz soll Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Verwaltung fördern. Der Informationskommissar fordert die Behörden dringend auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und die Rechte der Bürger auf Zugang zu Informationen zu respektieren.
Die zunehmenden Beschwerden werfen Fragen zur Effizienz und Accountability der öffentlichen Verwaltung in Kroatien auf und verdeutlichen die Notwendigkeit reformatorischer Maßnahmen, um das Vertrauen der Bürger in die staatlichen Institutionen wiederherzustellen.
Quellen: Balkan Insight