Vor dem NATO-Gipfel, der Anfang Juli in Ankara stattfinden soll, hat die türkische Polizei knapp 180 Personen verhaftet. Diese Verhaftungen wurden in mehreren Städten landesweit durchgeführt und betreffen unter anderem Journalisten und Rechtsanwälte, die von der Staatsanwaltschaft mit Terrorismus in Verbindung gebracht werden.
Die Verhaftungen folgen auf eine Reihe von Razzien, die in den letzten Tagen stattfanden. Laut Berichten wurden zahlreiche Personen ohne Vorwarnung festgenommen, was zu einem Klima der Unsicherheit und Angst unter den Bürgern führte. Kritiker der Regierung sehen in diesen Maßnahmen einen Versuch, die Meinungsfreiheit vor dem NATO-Gipfel zu unterdrücken.
Zusätzlich zu den Verhaftungen gilt ab Sonntag ein landesweites Versammlungsverbot in Ankara, um mögliche Proteste während des Gipfels zu verhindern. Diese Entwicklungen werfen Fragen zur politischen Stabilität und zur Menschenrechtslage in der Türkei auf.
Quellen: ZEIT Online, Spiegel Online, ARD Tagesschau