Mindestens 50 Festnahmen bei Gay Pride in Istanbul

Die Istanbuler Behörden haben die jährliche Gay Pride-Parade erneut untersagt, was zu einem massiven Polizeieinsatz und mehreren Festnahmen führte. Berichten zufolge wurden mindestens 50 Menschen in der Stadt festgenommen, als sie versuchten, an der Demonstration teilzunehmen. Die Polizei sperrte die Innenstadt ab und setzte Wasserwerfer sowie Tränengas ein, um die versammelten Demonstranten zu vertreiben.

Dieses Verbot ist nicht neu; seit über einem Jahrzehnt haben die türkischen Behörden ähnliche Veranstaltungen im Voraus untersagt. Die LGBT-Gemeinschaft in der Türkei sieht sich zunehmend Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt, während die Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan einen konservativeren Kurs verfolgt.

Die Proteste wurden schnell unterbunden, jedoch zeigten die Aktivisten ihren Widerstand gegen das Verbot und die Einschränkungen ihrer Rechte. Die internationale Gemeinschaft verfolgt diese Entwicklungen mit Besorgnis, da sie auch auf die allgemeine Menschenrechtslage in der Türkei hinweisen.

Quellen: FAZ Online, Spiegel Online