Pakistan hat in der Nacht zu Montag Luftangriffe auf militante Stellungen in Afghanistan gestartet, was zu einer erneuten Eskalation des Konflikts zwischen den beiden Ländern geführt hat. Die pakistanische Regierung erklärte, die Angriffe seien eine Antwort auf eine Reihe von Terroranschlägen, die auch die Tötung paramilitärischer Truppen in Karachi umfassten.
Bei den Angriffen, die sowohl aus der Luft als auch am Boden durchgeführt wurden, meldete Islamabad den Tod von mindestens 25 Militanten. Das pakistanische Militär hatte gezielte Einsätze gegen militante Gruppen durchgeführt, die für grenzüberschreitende Gewalt verantwortlich gemacht werden.
Die afghanische Regierung hingegen hat die pakistanischen Angriffe scharf verurteilt und von zahlreichen zivilen Opfern gesprochen. Berichten zufolge sind in den betroffenen Regionen, insbesondere in den östlichen Provinzen Afghanistans, viele Zivilisten getötet oder verletzt worden. Die Taliban haben ebenfalls erklärt, dass die Angriffe zivile Ziele getroffen haben.
Die Situation an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan bleibt angespannt, nachdem es bereits im Februar zu einem wochenlangen Konflikt zwischen den beiden Ländern kam. Die aktuellen Angriffe könnten die Beziehungen weiter belasten und die humanitäre Lage in den betroffenen Gebieten verschärfen.
Quellen: BBC News, FAZ Online, Spiegel Online, The Guardian