Die äthiopische Regierung hat die Amtszeit des Übergangsverwalters in der nördlichen Region Tigray um ein weiteres Jahr verlängert. Die Entscheidung wurde am Mittwoch bekannt gegeben und wirft Unsicherheit über die für Juni geplanten Wahlen in der unruhigen Region auf.
Politische Unsicherheit in Tigray
Tigray war Schauplatz eines blutigen Konflikts zwischen regionalen Kräften und der Zentralregierung, der erst 2023 durch ein Friedensabkommen beendet wurde. Die Verlängerung des Mandats deutet darauf hin, dass die politische Situation in der Region noch nicht stabil genug für reguläre Wahlen ist.
Beobachter befürchten, dass die Entscheidung zu neuen Spannungen führen könnte, da verschiedene politische Gruppen in Tigray auf eine baldige demokratische Legitimierung der Regionalregierung gedrängt hatten. Die Zentralregierung betont hingegen, dass die Verlängerung notwendig sei, um den Friedensprozess nicht zu gefährden.
Quellen: Africanews EN