In Algerien wird am kommenden Sonntag, dem 5. Juli 2026, zu den legislativen Wahlen aufgerufen. Allerdings sind die Vorzeichen für diese Wahl alles andere als positiv. Beobachter und politische Analysten befürchten eine rekordniedrige Wahlbeteiligung, die durch weit verbreitete politische Apathie und ein tiefes Misstrauen gegenüber den etablierten politischen Strukturen bedingt ist.
Das Misstrauen hat sich nach den landesweiten Protesten, die als Hirak bekannt sind, verstärkt. Diese Proteste, die 2019 begannen, richteten sich gegen die politische Elite und deren Korruption. Viele Wähler haben das Gefühl, dass ihre Stimme keinen Einfluss auf die politischen Entscheidungen hat, was zu einem Rückgang des Interesses an der Teilnahme an den Wahlen führt.
Zusätzlich gibt es Berichte über die Exklusion gewisser Kandidaten, was das Vertrauen weiter untergräbt. Politische Analysten warnen, dass eine niedrige Wahlbeteiligung die Legitimität der gewählten Vertreter ernsthaft in Frage stellen könnte, was zu weiterer Unruhe im Land führen könnte.
Quellen: Al Jazeera English