Hunderttausende Menschen haben sich am Samstag in Teheran versammelt, um der Beerdigung von Ali Khamenei, dem verstorbenen obersten Führer des Iran, beizuwohnen. Die Trauerfeier, die mehrere Tage andauern wird, zieht eine Vielzahl von Menschen an, wobei die meisten Teilnehmer laut der Journalistin Tara Kangarlou aus den ‚hartgesottenen Fraktionen‘ der Gesellschaft stammen. Dies wirft Fragen zur Repräsentativität der Trauergemeinde auf, da sie nicht unbedingt die breitere öffentliche Meinung widerspiegelt.
Die Trauerfeier findet im Grand Mosalla, dem zentralen religiösen Komplex in Teheran, statt. Die Menschen warten oft stundenlang, um Zugang zu den Feierlichkeiten zu erhalten, während die Temperaturen in der Stadt bis zu 40 Grad Celsius erreichen. Inmitten dieser emotionalen Szenen zeigt sich eine Spaltung innerhalb der iranischen Gesellschaft, da nicht alle Bürger den Regimewechsel unterstützen.
Zusätzlich zu den Trauermärschen gibt es Berichte über interne Machtkämpfe in der Führung des Landes. Mojtaba Khamenei, der Sohn des verstorbenen Führers, wurde aufgrund von Sicherheitsbedenken von der Teilnahme an den Beerdigungsriten ausgeschlossen, was auf eine zunehmende Paranoia im Hinblick auf mögliche Angriffe, insbesondere durch Israel, hindeutet.
Quellen: France 24, The Guardian