Semioffizielle iranische Nachrichtenagenturen haben am Donnerstag eine Karte veröffentlicht, die darauf hindeutet, dass die paramilitärischen Revolutionsgarden Seeminen in der Straße von Hormuz platziert haben könnten. Die Veröffentlichung durch die Agenturen ISNA und Tasnim erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der erst wenige Tage alte zweiwöchige Waffenstillstand zwischen Iran und den USA auf der Kippe steht.
Strategische Drohgebärde
Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, durch die ein Großteil des globalen Öls transportiert wird. Die Andeutung von Minen in diesem Gebiet könnte als Versuch Teherans gewertet werden, Druck auf die USA auszuüben, während beide Seiten sich auf weitere Verhandlungen in Pakistan vorbereiten.
Fragiler Waffenstillstand
Der Waffenstillstand war erst am Mittwoch nach rund 40 Tagen tödlicher Auseinandersetzungen vereinbart worden. Gleichzeitig flammten jedoch die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon auf, was die fragile Waffenruhe zusätzlich belastet. Iran drohte bereits mit der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten.
Quellen: France 24, Middle East Eye