Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben eine detaillierte Karte veröffentlicht, die Schiffe durch die Straße von Hormuz führen soll, um mögliche Minenfelder zu umgehen. Laut lokalen Medien sollen Schifffahrtsunternehmen die Routen mit der IRGC-Marine abstimmen, um sicher passieren zu können. Die Karte markiert eine als „sicher“ deklarierte Zone in dem strategisch wichtigen Seeweg, durch den ein Großteil des globalen Öls transportiert wird.
EU kritisiert iranische Pläne für Mautgebühren
Gleichzeitig hat die Europäische Union am Donnerstag scharf auf iranische Überlegungen reagiert, eine Maut für die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz zu erheben. Ein EU-Sprecher betonte, das internationale Recht garantiere uneingeschränkte Schifffahrtsfreiheit „ohne jegliche Zahlungen oder Gebühren“. Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Ölexporte aus dem Nahen Osten.
Die Spannungen in der Region haben sich in den letzten Wochen deutlich verschärft, nachdem die USA und Israel Luftangriffe auf iranische Ziele durchgeführt hatten. Die neue Navigationskarte wird als Versuch Teherans gewertet, die Kontrolle über die Schifffahrtsrouten zu behaupten, während gleichzeitig die diplomatischen Spannungen zunehmen.
Quellen: Middle East Eye, Middle East Monitor