Venezuela erhöht Mindestlohn erstmals seit vier Jahren

Die amtierende Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, hat eine Erhöhung des Mindestlohns angekündigt, die erste seit vier Jahren. Die Anpassung soll ab dem 1. Mai in Kraft treten. Der formale Lohn war seit 2022 bei 130 Bolívares eingefroren, was heute weniger als 0,50 US-Dollar entspricht.

Rodríguez sprach von einer ‚verantwortungsvollen‘ Entscheidung, die Teil der Wirtschaftspolitik der Regierung sei. In den letzten Jahren hatte die Regierung stattdessen auf dollarindexierte Boni gesetzt, die das Gesamteinkommen der Arbeitnehmer von 30 US-Dollar im Jahr 2021 auf etwa 190 US-Dollar pro Monat angehoben haben.

Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der Venezuela weiterhin mit Hyperinflation und Versorgungsengpässen kämpft. Rodríguez räumte erstmals offiziell die Verantwortung der Regierung für diese wirtschaftlichen Probleme ein.

Quellen: Rio Times Online, El País