Erdogan beschenkt Regierungschefs beim NATO-Gipfel mit Revolver

Beim NATO-Gipfel in Ankara hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan allen Regierungschefs eine besondere Überraschung bereitet: Er schenkte ihnen Revolver, die mit ihren Namen graviert waren, sowie Munition. Diese Geste wurde von den Teilnehmern unterschiedlich aufgenommen und sorgte für Gesprächsstoff während und nach dem Gipfel.

Der britische Premierminister Keir Starmer berichtete auf dem Heimflug von dem Geschenk, und auch der deutsche Kanzler Friedrich Merz gab an, dass er die Waffe der deutschen Botschaft übergeben werde. Die Entscheidung Erdogans, solche Waffen zu verschenken, wurde sowohl als provokant als auch als Ausdruck seiner unkonventionellen Diplomatie wahrgenommen.

Der NATO-Gipfel selbst war von Spannungen geprägt, insbesondere durch die harschen Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump, der die NATO-Partner kritisierte. Trotz dieser Kritik äußerte sich der deutsche Außenminister Johann Wadephul optimistisch über die Zukunft des Bündnisses und bezeichnete es als „stärker als je zuvor“.

Die Geschenke von Erdogan werfen Fragen zur Politik und zur Sicherheit innerhalb der NATO auf, insbesondere in einer Zeit, in der geopolitische Spannungen zunehmen. Während einige Teilnehmer den Vorfall als humorvoll betrachteten, sahen andere darin eine potenzielle Provokation in einem bereits angespannten internationalen Klima.

Quellen: FAZ Online, ZEIT Online, Welt Online, Spiegel Online