Studie enthüllt: 70 Prozent der Frauen in Kenia von Sextortion betroffen

Eine aktuelle Studie enthüllt alarmierende Zustände in Kenia: Wie der Kenya National Gender and Corruption Survey 2025 zeigt, berichten fast drei Viertel (70 Prozent) aller Frauen, die öffentliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen, von wiederholten Forderungen nach sexuellen Gefälligkeiten. Die sogenannte Sextortion – die Erpressung sexueller Handlungen gegen Dienstleistungen – ist demnach weit verbreitet.

Frauen systematisch benachteiligt

Die Studie verdeutlicht, dass Frauen in Kenia beim Zugang zu grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen systematisch benachteiligt und ausgebeutet werden. Die Forderungen nach sexuellen Gefälligkeiten erfolgen dabei häufig durch Mitarbeiter staatlicher Stellen. Betroffene berichten von wiederholten Übergriffen und einem Klima der Angst, das viele davon abhält, Hilfe zu suchen oder Anzeige zu erstatten.

Handlungsbedarf dringend erforderlich

Experten fordern dringend Maßnahmen, um die Situation zu verbessern. Neben strengeren Gesetzen und besserer Strafverfolgung müssten auch sichere Meldekanäle für Betroffene geschaffen werden. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und geschlechtsspezifische Korruption entschieden zu bekämpfen.

Quellen: AllAfrica