Das Europäische Parlament hat am 10. Juli 2026 einen Beschluss gefasst, der die EU-Mitgliedstaaten auffordert, die Rapid Support Forces (RSF) in Sudan als terroristische Organisation einzustufen. Diese paramilitärische Gruppe hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Gewalt und Menschenrechtsverletzungen im Sudan gesorgt, was zur Destabilisierung des Landes und der Region beigetragen hat.
Die RSF wurden ursprünglich als Miliz zur Bekämpfung der Rebellen im Darfur-Konflikt gegründet, haben sich jedoch zunehmend in die politischen und militärischen Auseinandersetzungen des Landes eingemischt. Ihr Vorgehen wird von vielen als brutal und unberechenbar beschrieben, was internationale Organisationen und Menschenrechtsgruppen alarmiert hat.
Die Einstufung als terroristische Organisation könnte die Möglichkeit internationaler Sanktionen und Maßnahmen gegen die RSF erhöhen, was sowohl für die sudanesische Regierung als auch für die Zivilbevölkerung weitreichende Folgen haben könnte. Viele hoffen, dass dieser Schritt dazu beitragen kann, die Gewalt im Land zu verringern und den Weg für einen friedlicheren Übergang zur Demokratie zu ebnen.
Die Vertreter des Europäischen Parlaments betonten, dass die internationale Gemeinschaft nicht tatenlos zusehen darf, während die Menschen im Sudan unter dem Einfluss der RSF leiden. Diese Entscheidung könnte eine Wende in der internationalen Haltung gegenüber dem Sudan darstellen und den Druck auf die Regierung erhöhen, die Menschenrechte zu respektieren und die Gewalt zu beenden.
Quellen: France 24