Lebenslange Haft für irakisches Paar wegen Völkermord an jesidischen Mädchen

In einem aufsehenerregenden Prozess hat das Oberlandesgericht München ein irakisches Ehepaar für seine Verbrechen an zwei jesidischen Mädchen verurteilt. Der 31-jährige Iraker, Twana S., wurde wegen Völkermords zu lebenslanger Haft verurteilt, während seine frühere Partnerin eine Jugendstrafe von 9,5 Jahren erhielt. Die beiden Täter hatten im Irak die Mädchen versklavt und schwer missbraucht.

Die Urteilsverkündung folgt auf einen langwierigen Prozess, der mehr als ein Jahr in Anspruch nahm. Die Anklägerin sprach von einer „monströsen Gewalt“ und hob die Schwere der Taten hervor, die im Rahmen des Völkermordes an den Jesiden während des IS-Terrors stattfanden. Die beiden Angeklagten hatten die Mädchen 2015 in der Nähe von Mossul gekauft und in einer extremen Form von Missbrauch gehalten.

Das Urteil des OLG München ist nicht nur ein Zeichen der Gerechtigkeit für die Opfer, sondern auch eine klare Botschaft an alle, die ähnliche Verbrechen begehen. Es zeigt, dass Deutschland die Verantwortung übernimmt, solche schweren Taten zu ahnden, die im Namen extremistischer Ideologien begangen werden.

Quellen: Welt Online, ARD Tagesschau, FAZ Online