Die jemenitische Regierung hat am Montag einen Luftangriff auf den Flughafen Sanaa durchgeführt, mit dem Ziel, die Landung eines iranischen Flugzeugs zu verhindern. Laut Rashad al-Alimi, dem Vorsitzenden des Präsidialrats, kam dieser Schritt nach Berichten, dass das iranische Flugzeug die jemenitische Luftraumverletzen wollte. Der Angriff auf den Flughafen wurde als notwendig erachtet, um die nationale Souveränität zu wahren und die Houthi-Rebellen daran zu hindern, ausländische Unterstützung zu empfangen.
Der Angriff auf den Flughafen Sanaa ist ein Teil eines größeren Musters von militärischen Auseinandersetzungen und Spannungen in der Region. Die Houthi-Miliz, die den Flughafen kontrolliert, hat Saudi-Arabien beschuldigt, für den Angriff verantwortlich zu sein, und drohte mit einer Vergeltungsreaktion. Diese Eskalation erhöht die Sorge um eine mögliche Wiederbelebung des Konflikts, der seit Jahren die Stabilität im Jemen und in der gesamten Region gefährdet.
In Reaktion auf die Angriffe hat Saudi-Arabien am selben Tag mehrere ballistische Raketen abgefangen, die von den Houthis aus dem Jemen abgefeuert wurden. Diese Angriffe zielen auf den Süden Saudi-Arabiens ab und zeigen die anhaltenden Spannungen zwischen den beiden Seiten. Die jemenitische Luftfahrtbehörde gab zudem bekannt, dass alle Flughäfen im Land bis auf Weiteres für den Luftverkehr geschlossen werden.
Quellen: ZEIT Online, ARD Tagesschau