In Lettland ist das Problem der Textilabfälle zu einer der bedeutendsten Umweltbelastungen geworden. Professorin Inga Dāboliņa, Leiterin des Labors für persönliche Schutzausrüstung an der Technischen Universität Riga, äußerte sich in der Radiosendung „Zināmais nezīnāmāja“ über die alarmierende Situation. Laut ihren Angaben machen Textilabfälle etwa 3-5% des gesamten Abfallaufkommens aus und die Tendenz zeigt einen kontinuierlichen Anstieg.
Dāboliņa betont, dass vor allem der wachsende Konsum von ‚Fast Fashion‘ zu dieser Entwicklung beiträgt. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für günstige, schnell produzierte Kleidung, was die Umweltauswirkungen erheblich verstärkt. Die steigende Menge an Textilabfällen stellt nicht nur eine Herausforderung für die Abfallwirtschaft dar, sondern hat auch weitreichende ökologische Folgen.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, fordert die Expertin ein Umdenken im Konsumverhalten und nachhaltigere Praktiken in der Modeindustrie. Initiativen zur Wiederverwendung und zum Recycling von Textilien könnten helfen, die Menge an Abfällen zu reduzieren und die Umweltbelastung zu verringern.
Quellen: LSM.lv English