Vor dem Landgericht Heilbronn hat der Prozess gegen eine mutmaßliche Betrügerbande begonnen, die Fahrschülern mit Doppelgängern zum Führerschein verhalf. Die Angeklagten sollen über einen längeren Zeitraum Stellvertreter organisiert haben, die den eigentlichen Prüflingen optisch ähnelten.
Laut Anklage konnten die Betrüger auf diese Weise mindestens 30 Personen gegen Bezahlung zum Führerschein verhelfen. Die illegalen Dienstleistungen sollen insgesamt Einnahmen von rund 180.000 Euro generiert haben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten gewerbsmäßigen Betrug und Urkundenfälschung vor.
Kompliziertes System mit falschen Identitäten
Die Bande soll ein ausgeklügeltes System entwickelt haben, um die Identitäten der Prüflinge zu fälschen. Dazu gehörten gefälschte Personalausweise und abgestimmte Kleidung der Doppelgänger. Die Ermittlungen begannen, nachdem eine Fahrprüferin Unstimmigkeiten bemerkte. Die Verhandlung wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern.
Quellen: FAZ Online