Kolumbianische Friedens- und Menschenrechtsbüros vor Schließung

In Kolumbien steht eine bedeutsame politische Veränderung bevor. Der designierte Präsident Abelardo de la Espriella hat angekündigt, die Büros für Frieden und Menschenrechte zu schließen. Diese Büros waren bisher für die Verhandlung und Umsetzung von Friedensabkommen mit illegalen bewaffneten Gruppen verantwortlich.

De la Espriella erklärte, dass es unter seiner Verwaltung keine „Schein-Friedensprozesse“ mehr geben werde. Diese Entscheidung hat sowohl innerhalb Kolumbiens als auch international Besorgnis ausgelöst, da sie die Fortschritte in den Friedensverhandlungen gefährden könnte, die in den letzten Jahren erzielt wurden.

Die Friedenskommission hatte eine zentrale Rolle in den Bemühungen um die Beilegung des jahrzehntelangen bewaffneten Konflikts in Kolumbien gespielt. Menschenrechtsorganisationen und Oppositionspolitiker warnen, dass die Schließung dieser Bürostrukturen die Menschenrechtslage im Land verschlechtern und die Gewalt erneut anheizen könnte.

Quellen: Colombia Reports