Der niederländische NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat in einem aktuellen Statement die mangelnde Unterstützung einiger Bündnispartner für die USA im Iran-Konflikt kritisiert. Wie die Welt Online berichtet, äußerte Rutte insbesondere Unverständnis über die Zögerlichkeit bestimmter NATO-Mitglieder.
Trumps Enttäuschung spürbar
Bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump sei dessen Frustration über die fehlende Solidarität deutlich spürbar gewesen. „Ich habe Trumps Enttäuschung gespürt“, so Rutte wörtlich. Der NATO-Chef betonte, dass die Forderungen Washingtons an das Bündnis erfüllt werden müssten, um die gemeinsame Sicherheit zu gewährleisten.
Laut Politico Europe soll Trump in dem geschlossenen Gespräch sogar mit möglichen Konsequenzen für die zögerlichen Alliierten gedroht haben. Rutte positionierte sich dabei als Vermittler zwischen den USA und den europäischen Partnern.
Russland-Iran-Kooperation angeprangert
In einer weiteren Stellungnahme, über die die Welt Online berichtet, machte Rutte Russland für die militärische Stärkung des Irans mitverantwortlich. Er bezichtigte Moskau und Teheran einer engen Zusammenarbeit im Bereich Militärtechnologie, was die Sicherheitslage im Nahen Osten weiter destabilisiere.
Die ARD Tagesschau analysiert unterdessen die möglichen Folgen der angespannten Situation für die NATO. Das Bündnis bereite sich bereits auf verschiedene Szenarien vor, sollte Trump seine Drohungen wahr machen.
Quellen: Welt Online, Politico Europe, ARD Tagesschau