Kunstauktion in Ahrenshoop lockt mit erschwinglichen Feininger-Studien

Das friesische Fischerdorf Ahrenshoop an der Ostsee entwickelt sich erneut zum Magnet für Kunstinteressierte. Bei einer anstehenden Auktion werden mehrere Studien des expressionistischen Malers Lyonel Feininger angeboten – einem der bedeutendsten Vertreter der klassischen Moderne und langjährigen Gast des Ortes. Besonders auffällig: Die Preise sind für Werke dieses Kalibers erstaunlich niedrig, was Experten als Chance für junge Sammler bewerten.

Feininger, Mitbegründer der Künstlergruppe „Die Brücke“ und späterer Lehrer am Bauhaus, verbrachte mehrere Sommer in Ahrenshoop. Seine Aquarelle und Zeichnungen der malerischen Landschaft sind heute begehrte Sammlerstücke. Die aktuellen Studien, darunter Skizzen der Steilküste und der historischen Fischerhäuser, stammen aus Privatsammlungen und wurden selten öffentlich gezeigt.

„Es ist selten, dass Feininger-Werke in dieser Qualität und zu solchen Konditionen auf den Markt kommen“, so die Auktionsleiterin aus Lübeck. Die Veranstaltung soll nicht nur neue Käufer anziehen, sondern auch die kulturelle Bedeutung Schleswig-Holsteins als Kunstland unterstreichen. Mit der Förderung von Regionalveranstaltungen wie dieser will die Landesregierung den ländlichen Raum kulturell stärken und touristisch attraktiver gestalten.

Die Auktion findet Anfang August im Künstlerhaus Ahrenshoop statt – einem Ort mit über 100-jähriger Tradition. Seit dem 19. Jahrhundert zieht der Ort Maler, Schriftsteller und Musiker an, die in der rauen Schönheit der Ostseeküste Inspiration finden. Mit der neuen Auktion setzt Ahrenshoop seine langjährige Tradition als kultureller Leuchtturm Schleswig-Holsteins fort.

Quellen: Welt Online