Elektroauto vs. Verbrenner: Wer wirklich schneller von Freiburg nach Rügen fährt?

Die Debatte um Elektromobilität gewinnt in Baden-Württemberg, dem Herzstück der deutschen Automobilindustrie, stetig an Brisanz. Ein neuer Langstrecken-Vergleich von heise online nimmt die Fahrt von Freiburg im Breisgau bis nach Rügen unter die Lupe – eine Distanz von etwa 1000 Kilometern. Ziel: herauszufinden, ob Elektroauto oder Verbrenner im realen Alltag tatsächlich schneller sind, insbesondere bei Berücksichtigung von Lade- und Tankstopps.

Die Simulation berücksichtigt Durchschnittsgeschwindigkeiten, Staus, Ladepausen an Schnellladestationen sowie die Verfügbarkeit an Tankstellen entlang der Route. Freiburg, als Startpunkt gewählt, ist dabei kein Zufall: Die Stadt gilt als Vorreiter in nachhaltiger Mobilität und ist Teil eines dichten Netzes von Ladesäulen im Südwesten. Die Ergebnisse zeigen, dass Elektrofahrzeuge zwar meist etwas langsamer im Gesamtdurchschnitt sind – allerdings nur marginal, vor allem bei optimaler Routenplanung.

Die Studie macht deutlich: In Baden-Württemberg profitieren Elektrofahrer von einem gut ausgebauten Infrastrukturkorridor, der von der Schweizer Grenze bis nach Thüringen reicht. Dennoch bleibt die Ladezeit ein entscheidender Faktor. Experten sehen jedoch Fortschritte – insbesondere durch neue 350-kW-Ladeparks entlang der Autobahnen. Die Automobilwelt im Ländle steht damit vor einem Wandel, bei dem Geschwindigkeit nicht mehr allein vom Motor, sondern auch von der Infrastruktur abhängt.

Quellen: heise online