Hotelgäste in Berlin überfallen – Angeklagter gesteht vor Gericht

In Berlin stehen zwei bewaffnete Überfälle auf Hotelgäste vor Gericht. Der 38-jährige Angeklagte gestand am Mittwoch vor dem Landgericht Berlin-Schöneberg die Taten in zwei Hotels der Stadt. Im Februar und März 2026 hatte der Mann demnach an den Zimmertüren von Gästen geklopft, ihnen ein Messer gezeigt und Bargeld erbeutet. In beiden Fällen sei er als vermeintlicher Hotelmitarbeiter aufgetreten, bevor er zur Gewalt griff, berichtete die Staatsanwaltschaft.

Eine betroffene Frau schilderte vor Gericht ihre traumatischen Erlebnisse. Sie habe sich in ihrer gebuchten Unterkunft sicher fühlen wollen, stattdessen sei sie von einem maskierten Mann mit einem Messer bedroht worden. Der Angeklagte zeigte sich zerknirscht und bat um Entschuldigung. Verteidigung und Anklage plädieren auf eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten. Das Urteil soll in den kommenden Wochen verkündet werden.

Die Serie von Überfällen hatte in der Berliner Innenstadt für Unruhe gesorgt. Die Polizei konnte den Verdächtigen schließlich anhand von Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen identifizieren. Beamte betonten, dass solche Vorfälle insgesamt selten seien, aber besonders bei Tourist*innen Verunsicherung auslösten. Die Hotels arbeiten mittlerweile verstärkt mit Sicherheitsdiensten zusammen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Quellen: Der Tagesspiegel