Uganda entlässt letzten Ebola-Patienten und fordert Aufhebung von Reisebeschränkungen

Uganda hat einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die aktuelle Ebola-Epidemie erreicht: Der letzte bestätigte Patient wurde aus dem Isolationszentrum des nationalen Krankenhauses Mulago entlassen. Damit beginnt offiziell der 42-tägige Countdown, der erforderlich ist, um eine neue Ebola-Ausbruchswelle als beendet zu erklären – die doppelte Inkubationszeit des Virus.

Laut dem ugandischen Gesundheitsministerium gab es insgesamt 20 bestätigte Ebola-Fälle während dieser Welle, darunter fünf lokal übertragene Infektionen und 15 importierte Fälle. Die Mehrheit der Infizierten waren Reisende aus der Demokratischen Republik Kongo, wo die Zahl der Erkrankungen weiterhin ansteigt. Die Behörden in Uganda betonen, dass die schnelle Reaktion des Gesundheitssystems die Ausbreitung effektiv eindämmte.

Präsident Yoweri Museveni hat indes internationale Partner dazu aufgerufen, Reisebeschränkungen gegen Uganda wieder aufzuheben, die im Zuge der Epidemie verhängt wurden. „Die Gefahr ist vorbei, wir haben die Situation unter Kontrolle“, erklärte ein Regierungssprecher. Die Wiederaufnahme des grenzüberschreitenden Reiseverkehrs sei entscheidend für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit.

Die Entlassung des letzten Patienten wurde von Gesundheitsbeamten und Medien als Moment der Erleichterung und Freude begangen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird erwartet, Uganda in etwa sechs Wochen als Ebola-frei zu deklarieren, sofern keine neuen Fälle auftreten.

Quellen: BBC News – World, Premium Times Nigeria, The Guardian – World