Präsident Yoweri Museveni hat Uganda aufgefordert, seine Abhängigkeit von importierten Militärrationen zu beenden und stattdessen auf lokale Produktion zu setzen. Der Appell erfolgte im Rahmen der offiziellen Einweihung einer neuen Fleischverarbeitungsanlage in Gomba, die von der staatlichen National Enterprise Corporation (NEC) betrieben wird.
Die neue Fabrik soll nicht nur die Versorgung der ugandischen Streitkräfte sichern, sondern auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung der heimischen Industrie beitragen. Museveni betonte, dass die lokale Verarbeitung von Lebensmitteln sowohl wirtschaftlich als auch strategisch sinnvoll sei. „Wir haben die Ressourcen, um uns selbst zu ernähren. Warum sollten wir ausländische Produkte kaufen, wenn wir alles in unserem Land haben?“, fragte der Präsident rhetorisch.
Die NEC, die zur ugandischen Armee gehört, positioniert sich zunehmend als Akteur in der landesweiten Lebensmittelversorgung. Die neue Anlage in Gomba soll jährlich Tausende Tonnen Rindfleisch verarbeiten und nicht nur die Armee, sondern auch den zivilen Markt beliefern.
Die Initiative ist Teil einer breiteren Regierungsstrategie, Agrarimporte zu reduzieren und die heimische Produktion zu fördern. Kritiker verweisen jedoch darauf, dass die Konzentration wirtschaftlicher Aktivitäten in staatlichen, militärnahen Unternehmen den privaten Sektor unter Druck setzen könnte. Dennoch begrüßten lokale Händler und Landwirte die Investition als Chance für mehr Marktzugang und stabile Preise.
Quellen: AllAfrica – East Africa