Umweltminister Carsten Schneider hat vor ernsthaften sozialen und infrastrukturellen Konflikten um das knapper werdende Wasser in Deutschland gewarnt. Besonders betroffen seien Ballungsräume, wo die Nachfrage in Zeiten extremer Trockenheit die Versorgungskapazitäten übersteige. „Das Thema Wasser wird in Deutschland systematisch unterschätzt“, betonte Schneider am Donnerstagmorgen. Als Beispiel nannte er München, das zuletzt bereits den Wasserverbrauch für nicht-essentielle Nutzungen wie Gartenbewässerung und private Pools eingeschränkt hat.
Die aktuelle Dürreperiode setzt den bayerischen Wasserversorgungssystemen stark zu. Experten befürchten, dass sich solche Maßnahmen in den kommenden Jahren häufen könnten, wenn sich klimatische Extremereignisse weiter verschärfen. Die bayerische Landesregierung ruft daher zu einem bewussteren Umgang mit der Ressource auf und prüft langfristige Anpassungsstrategien – von der Sanierung alter Leitungen bis hin zu neuen Speicherkonzepten.
Die Warnung Schneiders unterstreicht die wachsende Dringlichkeit, Wassermanagement als zentralen Bestandteil der Klimapolitik zu behandeln. Auch in anderen Teilen Bayerns wird derzeit vor übermäßigem Verbrauch gewarnt, insbesondere in Regionen mit bereits sinkenden Grundwasserspiegeln.
Quellen: Welt Online