Ein mutmaßlicher Täter, der in der vergangenen Woche mehrere Schüsse auf Spätkauf-Läden in den Potsdamer Ortsteilen Brandenburger Vorstadt und Bornstedt abgefeuert haben soll, ist in Berlin festgenommen worden. Die Festnahme erfolgte durch Beamte der Berliner Polizei in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen in Brandenburg. Über die konkreten Hintergründe der Angriffe liegen bisher nur wenige Erkenntnisse vor, die Ermittlungen dauern an.
Die Taten hatten in den betroffenen Stadtteilen von Potsdam für Unruhe gesorgt. Bisher wurde nicht bekannt, ob es Verletzte gab oder ob die Schüsse gezielt auf Personen abgefeuert wurden. Die Polizei prüft, ob es eine Verbindung zu extremistischen Motiven oder einer persönlichen Auseinandersetzung gibt. Der Festgenommene befindet sich nun in Untersuchungshaft, und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schwerer Körperverletzung, gefährlicher Drohung oder gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
Da der mutmaßliche Täter in Berlin gefasst wurde, spielt die Berliner Polizei eine zentrale Rolle in der Aufklärung. Die Zusammenarbeit zwischen Brandenburger und Berliner Sicherheitsbehörden wird in solchen grenznahen Fällen als besonders wichtig betont. Bürgerrechtler fordern Transparenz über die Motive und Hintergründe, um Spekulationen vorzubeugen. Die Spätis in Potsdam bleiben vorerst geöffnet, verstärkte Streifenfahrten werden im Umfeld der Tatorte durchgeführt.
Quellen: Der Tagesspiegel