G7 und EU fordern Einstellung der Angriffe auf El Obeid und umfassendes Waffenembargo

Die internationale Gemeinschaft verschärft den Druck auf die kriegführenden Parteien im Sudan: Die Außenminister der G7-Staaten sowie die EU-Außenbeauftragte haben am Mittwoch eine umgehende Einstellung aller Angriffe auf die Stadt El Obeid gefordert. Ziel sei es, weitere Gräueltaten und die zunehmende Gefährdung von Zivilisten zu verhindern. Die Appelle richteten sich speziell an die Rapid Support Forces (RSF) und verbündete bewaffnete Gruppen, die in der Region weiter vorrücken.

Die Lage in El Obeid bleibt angespannt. Die Stadt gilt als strategisch wichtig und wurde in den vergangenen Wochen immer wieder Ziel schwerer Angriffe. Die EU und die G7-Staaten warnen vor einer weiteren Eskalation und fordern nicht nur einen sofortigen Waffenstillstand, sondern auch die Einführung eines umfassenden Waffenembargos gegen alle Konfliktparteien. Bisherige internationale Maßnahmen hätten nicht ausgereicht, um die andauernde Gewalt einzudämmen.

Zusätzlich betonten die Diplomaten die Notwendigkeit, humanitären Organisationen uneingeschränkten Zugang zu den Betroffenen zu gewähren. Die Blockade von Hilfslieferungen verstärke die humanitäre Katastrophe weiter. Die internationale Staatengemeinschaft pocht zudem auf Rechenschaftspflicht – besonders angesichts der zunehmenden Berichte über systematische Menschenrechtsverletzungen, darunter Zwangsvertreibungen, sexuelle Gewalt und gezielte Angriffe auf Zivilisten.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa