Ex-Präsident Macky Sall kehrt nach Senegal zurück – UNO-Ambitionen im Fokus

Der ehemalige senegalesische Präsident Macky Sall ist am Freitag nach Dakar zurückgekehrt – der erste Besuch im Land seit seinem Amtsausscheiden im April 2024. Die Reise steht im Zusammenhang mit seiner Kandidatur für das Amt des nächsten Generalsekretärs der Vereinten Nationen, zu der er im Rahmen eines offiziellen Wahlkampfes auf internationaler Ebene tourt.

Sall, der von 2012 bis 2024 an der Macht war, nutzt den Aufenthalt in seiner Heimat, um Unterstützung für seine Kandidatur zu mobilisieren und seine politische Bilanz zu verteidigen. Während seiner Amtszeit galt er zunächst als Repräsentant einer neuen, reformorientierten Führungsriege in Westafrika. In den letzten Monaten seiner Amtszeit wurden jedoch zunehmend autoritäre Tendenzen kritisiert, insbesondere nach Protesten, die von staatlicher Gewalt begleitet wurden.

Gegner Salls argumentieren, dass die gewaltsamen Auseinandersetzungen während des Endspurts seiner Regierung seine Eignung für ein Amt infrage stellen, das von Neutralität, Menschenrechtschutz und internationalem Vertrauen geprägt sein müsse. Dennoch genießt er innerhalb und außerhalb Afrikas weiterhin politisches Gewicht, und seine Kandidatur wird von mehreren UN-Mitgliedsstaaten unterstützt.

Die Rückkehr nach Senegal markiert einen symbolträchtigen Moment in Salls diplomatischer Offensive. Ob seine Kandidatur beim UN-Sicherheitsrat und der Generalversammlung letztlich genügend Rückhalt finden wird, bleibt abzuwarten – besonders angesichts der kontroversen Endphase seiner Präsidentschaft.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa