Der liberianische Senat hat am 17. Juli 2026 einer massiven Geldmengenaufstockung zugestimmt und damit grünes Licht für den Druck von bis zu 79 Milliarden Liberianischen Dollar (L$) gegeben. Die Entscheidung erfolgte einstimmig und bestätigt eine zuvor vom Repräsentantenhaus verabschiedete Maßnahme, die nun vom Central Bank of Liberia (CBL) umgesetzt werden soll.
Die Behörden begründen die Maßnahme mit der Notwendigkeit, die Bargeldversorgung im Land zu stabilisieren und wirtschaftliche Aktivitäten zu unterstützen. In der Vergangenheit kam es in Liberia wiederholt zu Engpässen an Bargeld, insbesondere in ländlichen Regionen, was den Alltag der Bevölkerung und den Handel erheblich beeinträchtigte. Der Schritt soll dazu beitragen, die Liquidität im Finanzsystem zu erhöhen und das Vertrauen in die nationale Währung zu stärken.
Die Zentralbank betont, dass der Druck neuer Banknoten unter strenger Aufsicht erfolgen und nicht automatisch zu Inflation führen werde. Gleichzeitig werde eng mit der Regierung zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass die Maßnahme wirtschaftlich verantwortbar bleibt. Finanzexperten beobachten die Entwicklung aufmerksam, da Liberia weiterhin an strukturellen wirtschaftlichen Herausforderungen leidet, darunter hohe Arbeitslosigkeit und Abhängigkeit von Importen.
Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Business