Streit um Wasserverbrauch: Red Bull setzt Dosenwerk-Projekt in Brandenburg fort

Der österreichische Getränkehersteller Red Bull will trotz juristischer Rückschläge und massiver Proteste aus der Bevölkerung sein geplantes Dosenwerk in Brandenburg weiterverfolgen. Ein aktuelles Gerichtsverfahren hatte den Baubeginn vorübergehend ausgebremst, da Bedenken hinsichtlich des Wasserverbrauchs und der Auswirkungen auf die lokale Wasserressource bestehen. Dennoch signalisieren die Verantwortlichen des Unternehmens nun, dass sie an dem Projekt festhalten und einen neuen Zeitplan vorbereiten.

Das Werk soll in der Nähe eines kleineren brandenburgischen Gewerbegebiets entstehen und unter anderem die Abfüllung und Produktion von Energy-Drinks sowie die Herstellung von Dosen ermöglichen. Die geplante Wassernutzung für den Betrieb hat jedoch bei Umweltverbänden und Anwohnern Unbehagen ausgelöst. Kritiker befürchten, dass die ohnehin angespannte Wasserbilanz in der Region durch das Projekt zusätzlich belastet wird, besonders in Zeiten zunehmender Trockenheit und sinkender Grundwasserspiegel.

Trotz der Widerstände betont Red Bull, dass moderne Technologien zur Wassersparsamkeit und Wiederverwendung zum Einsatz kommen sollen. Zudem werde das Unternehmen eng mit den zuständigen Behörden in Brandenburg zusammenarbeiten, um alle Umweltauflagen einzuhalten. Die Landesregierung beobachtet das Vorhaben aufmerksam, da es sowohl wirtschaftliche Chancen als auch ökologische Risiken birgt. Eine abschließende Genehmigung ist weiterhin anhängig.

Ob der neue Zeitplan, den das Unternehmen vorzulegen plant, tragfähig ist, hängt nun von der Einigung mit Umweltämtern und der Akzeptanz in der Bevölkerung ab. Bürgerinitiativen kündigen bereits weitere Protestaktionen an, falls die Pläne nicht angepasst werden. Die Debatte um das Dosenwerk wird somit auch in den kommenden Monaten eine wichtige Rolle in der regionalen Politik Brandenburgs spielen.

Quellen: Der Tagesspiegel