Bei einem Vorfall in einem Regionalzug der Deutschen Bahn zwischen Offenburg und Karlsruhe ist am Donnerstagmorgen ein 26-jähriger Sicherheitsmitarbeiter lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann war im Rahmen einer Ticketkontrolle in den Zug eingestiegen, als es zu einer Konfrontation mit einem männlichen Fahrgast kam. Laut Angaben der Bundespolizei eskalierte die Situation, woraufhin der DB-Mitarbeiter aus dem fahrenden Zug stürzte.
Der Vorfall ereignete sich auf der Strecke zwischen den beiden baden-württembergischen Großstädten im Frühverkehr. Der Verletzte wurde von Rettungskräften geborgen und notoperiert. Sein Zustand sei weiterhin kritisch, aber stabil. Der mutmaßliche Täter, ein Mann mittleren Alters, konnte an der Haltestelle Karlsruhe-Hauptbahnhof von der Bundespolizei festgenommen werden. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Die Deutsche Bahn zeigte sich entsetzt über den Vorfall und sprach dem verletzten Mitarbeiter sowie seiner Familie Unterstützung zu. „Unsere Kolleg:innen im Fahrgastservice leisten tagtäglich wertvolle Arbeit – Gewalt gegen sie ist inakzeptabel“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Gewerkschaft GDL forderte umgehend eine Verschärfung des Schutzes für Zugbegleiter und Kontrollpersonal. Innenminister Thomas Strobl (CDU) kündigte an, das Sicherheitskonzept im Nahverkehr in Baden-Württemberg erneut zu überprüfen.
Quellen: Welt Online